published 16.05.2026

Bild: ChatGPT

 

Ein Klimamodell, das auf einem Szenario namens „RCP 8.5“ basiert, terrorisiert seit Jahrzehnten das menschliche Leben in der westlichen Welt. Es prognostiziert verschwindende, von Annalena gerade noch besuchte Inseln, und man zeigt Bilder von Manhattan unter Wasser. Im Gegenzug verdorren Äcker und Plantagen, und die Menschheit verhungert. Nun hat das IPCC, der „Vatikan des Klimawandels“, dieses Szenario für „unplausibel“ erklärt. Das ist etwa so, als würde der Papst offenbaren, man hätte gerade den leiblichen Vater von Jesus Christus entdeckt.


Der menschliche Heizkörper

RCP steht für „Repräsentativen Konzentrationspfad“, und die 8.5 stehen für 8,5 Watt pro Quadratmeter, welche die Erde angeblich durch zusätzliche CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht abstrahlen könnte, wenn wir so weitermachen wie bisher.

Zur Veranschaulichung: Der lebendige menschliche Körper ist ein moderater Heizkörper und produziert fortlaufend und durchschnittlich so um die 100 Watt an Wärme. Würden wir diese 100 Watt zurückhalten, etwa durch maßlos wollige Kleidung, dann stiege unsere Körpertemperatur stetig an. Tatsächlich aber nimmt die uns umgebende Luft ständig Wärme ab, und zwar ziemlich genau 100 Watt; dafür sorgen wir ganz spontan. Verlieren wir zu viel Wärme, dann sagen wir: „Mir ist kalt“, und reduzieren die Energieabgabe durch Schal und Pullover. Frauen sind hier sensibler als Männer. Umgekehrt, falls die Luft nicht genügend Wärme abtransportiert, dann legen wir Kleidung ab oder gehen sogar ins Wasser, das für intensiven Hautkontakt und entsprechende Kühlung sorgt. Auch hier sind Frauen sensibler.

 

Mutter Erde

Auch Mutter Erde ist es bisher gelungen, eine vernünftige Körpertemperatur zu bewahren. Nun kamen da aber Leute auf die Idee, dass das CO2, das wir dauernd durch unsere Maschinen und Öfen in die Luft jagen, wie ein Pelzmantel wirken würde. Die Erde könnte jetzt pro Quadratmeter nur 8,5 Watt weniger abstrahlen und sich deshalb gefährlich erwärmen. Zur Veranschaulichung: Würde man uns mit ca. 2 Quadratmetern Körperfläche daran hindern, 8,5 Watt pro Quadratmeter abzustrahlen, also 17 Watt pro Person, dann würde jemand sagen: „Es ist warm hier, macht mal die Fenster auf.“ Aber Mutter Erde hat ein anderes Innenleben als wir, und eine Hälfte von ihr ist ja nachts der eisigen Kälte des Weltraums ausgesetzt.

Und noch etwas: Diese Zahl mit den 8,5 Watt ergab sich aus Abschätzungen für eine CO2-Konzentration, die nur erreicht würde, wenn man mehr Kohle und Kohlenwasserstoffe verbrennen würde, als auf Erden vorhanden sind. Man hat also gar nicht genug Wolle oder Pelze, um diesen übertrieben warmen Mantel für Mutter Erde zu nähen. Auf Erden gibt es nicht ausreichend Kohlenstoff, um die – von manchen gewünschte, von anderen befürchtete – Erwärmung zu erzielen. Ein gewisser Roger Pielke Jr. hat hier Pionierarbeit geleistet, die ihm sicherlich nicht nur Freunde bringen wird.

Wie sollen jetzt die Klebstoffhersteller überleben, wenn sich niemand mehr auf die Straße klebt?

 


Comments (2)

  1. Retlapsneklow

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    Zwar ist nur jedes zweitausendfünfhunderste Molekül in der Luft ist ein CO₂-Molekül, aber in 3 mm Luftschicht befinden sich bereits rund 1 Million Molekülschichten.

    Das reicht auch bei dem sehr schwach konzentrierten CO₂ aus, damit es einen geschlossenen „Pelzmantel“ bildet, durch den kein Rückstrahl mehr durchkommt, den CO₂ treibhauswirsam umsetzen könnte.

    Es ist wie bei ausreichend vielen übereinander liegenden Wolkenschichten, die den Himmel zuziehen, während jede einzelne Schicht dies nicht tut.

    Bei Wolken redet der Meterologe normalerweise von drei Schichten. Beim CO₂ machen die Million Schichten den entscheidenden Unterschied. Es kommt also nicht nur allein auf die Konzentration an.

    Beim Nebel ist es ähnlich. Dafür, ob man 5 km weit sehen kann, ist es unerheblich, wie konzentriert die Wassertröpfchen im Nebel sind. Auch bei schwachem Nebel sieht man höchstens 500 m weit. Alles andere nennt man Dunst.

  2. Gustl Grillenberger

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    Danke für Aufklärung Dr. HHR. Mit Interesse habe ich vor ein paar Jahren Ihre knappe Bilanzierung des Strahlungsgleichgewichtes der Erde nachvollzogen.
    Solarkonstante auf projezierte Erdfläche –> Kugelstrahler nach Stefan Boltzmann….. usw.
    Machen denn einstellige Watt pro Quadratmeter Anstiege gravierende Unterschiede in der resultierenden Temperatur ?
    Bei über 300 W/m² gefangener Nettowärmeleistung “unter der Glocke” wären fiktive 8,5 W/m² Zunahme 2-3% Prozent mehr Leistungseintrag, o.k.
    Dem stehen aber ein vielschichtiges “zufälliges Rauschen” durch z.B. (regionale) Wasserdampfbildung, Albedo-Effekte, u.v.m. als ungleich größere Stör-Beträge gegenüber. Diese sind zugegebenermaßen nicht dauerhaft gleich, verursachen aber sehr große instationäre Ausschläge in einer Bilanz. Unser menschliches Temperaturempfinden hängt zudem von sehr vielen Faktoren ab. So kann ein Mensch Feuchte nicht fühlen, nur indirekt z.B. über “unwohlige” Verdunstungs-Kühle darauf schließen, es gibt den Windchill-Effekt (das “alpha” bei erzwungener Konvektion). Die Wärme – und Stoffübertragung durch Kleidung hängt ebenfalls vom (Partial-)Druckgefälle des Wasserdampfs ab (Dalton´sches Gesetz) -Firmen wie z.B. Gore-Tex nutzen dieses Wissen ganz gezielt.
    Muß man also diese RCP-Werte – lassen Sie es real 3 oder auch 6 Watt pro Quadratmeter sein- in ihrer Größenordnung ernst nehmen ?

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