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published 29.08.2026

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und ein heißer Sommer macht noch keinen Klimawandel – aber egal. Die grünen Zauberer haben sich die hohen Juli-Temperaturen nicht als Gelegenheit entgehen lassen, um vorzuschlagen, Absatz 1 Nummer 3 des Grundgesetzes um Artikel 91a zu erweitern: „Klimaanpassung und Naturschutz“.


Wird es wirklich wärmer?

Klimawandel bezeichnet primär den Anstieg der mittleren globalen Temperatur, also den jährlichen Mittelwert von Tag und Nacht, Sommer und Winter, Arktis und Sahara, Land und See. Dieser ist in den vergangenen 50 Jahren um ziemlich genau 1,0 Grad von ca. 14 °C auf ca. 15 °C gestiegen. Das heißt aber nicht, dass es an jedem Fleck der Erde um ein Grad wärmer geworden wäre. Während in Deutschland Cooling-Center etabliert wurden, hat die Concordia Research Station in der östlichen Antarktis am 18. Juli 2026 die niedrigste Temperatur ihrer Geschichte gemessen: −84,1 °C; da war es also 125 °C kälter als im Breisgau. Trotzdem scheint die „Globale Temperatur“ gestiegen zu sein.

Kommt das vom CO₂?

Der Anteil von CO₂ in der Atmosphäre ist in den letzten 50 Jahren von 340 auf 420 Teile pro Million angestiegen. Eine solche deutliche Änderung kann man zweifelsfrei messen. Die von der Menschheit in den vergangenen 50 Jahren in die Luft emittierte Menge an CO₂ ist von ähnlicher Größenordnung wie der gemessene Zuwachs in der Atmosphäre. Ist das die Ursache für die Erwärmung?

Das ist alles andere als gesichert. Ein Klimamodell, das auf einem Szenario namens „RCP 8.5“ basiert, bestimmte seit Jahrzehnten die Klimapanik in der westlichen Welt. 2022 hat das IPCC, der „Vatikan des Klimawandels“, dieses Szenario für „unplausibel“ erklärt. Man kann den Einfluss von CO₂ auf die Temperatur der Erde einfach nicht rechnerisch darstellen, weil hier zu viele andere, zum Teil stärkere Einflüsse mitspielen. Es hat immer wieder, auch in der Neuzeit, dramatische Temperaturschwankungen gegeben, die mit Sicherheit nicht durch anthropogenes CO₂ verursacht waren.

Werden wir überleben?

Die Erderwärmung wird, direkt oder indirekt, auf unsere Lebensbedingungen einwirken, etwa durch den Anstieg des Meeresspiegels oder durch Dürreperioden. Nachdem sich Mensch und Tier seit vielen Generationen an die jeweiligen Bedingungen anpassen konnten, werden solche Veränderungen für die meisten Lebewesen auch heute kaum nachteilig sein. Die erwähnte Erwärmung um geschätzte 1 Grad hat mit Sicherheit keine Wetterphänomene oder Veränderungen verursacht, die nicht früher auch schon aufgetreten wären.

Es gibt sogar historische Hinweise darauf, dass Wärmeperioden der Menschheit eher eine höhere Lebensqualität bescherten als lebensbedrohliches Leid. Was sich gegenwärtig auf jeden Fall schon abzeichnet: Das Pflanzenwachstum hat profitiert, sei es nun durch den Anstieg der Temperatur oder durch CO₂. Der Planet ist grüner geworden.

Was kann Deutschland tun?

Deutschlands Beitrag zum globalen CO₂-Budget beträgt 1,7 %. Allein China produziert zwanzigmal so viel und baut seine fossilen Kraftwerke fleißig weiter aus. Deutschlands Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist also für das Klima völlig irrelevant, egal, ob CO₂ nun einen Einfluss hat oder nicht. Unser Land wird weder China, den USA noch Indien als Vorbild dienen, dem sie gerne folgen. Unsere Energiewende ist für den Rest der Welt eher ein abschreckendes Beispiel.

Es ging ja auch bei der Energiewende nie um die Reduktion des CO₂-Ausstoßes – dann hätte man die Kernkraftwerke nicht abgeschaltet. Es ging darum, die Bevölkerung zu zwingen, ihr hart verdientes Geld per Gesetz in die Taschen der Wind- und Solarbarone zu stopfen. Und damit Länder oder Gemeinden auch in Zukunft nicht dagegen einschreiten können, soll der „Klimaschutz“ nun ins Grundgesetz.

Dabei ist der schädliche Einfluss von CO₂ nicht einmal bewiesen. Er ist eine der vielen Thesen auf der Welt, die weder bewiesen noch ausgeschlossen werden können; so wie die von intelligentem Leben auf anderen Gestirnen. Diese Vermutung ist nicht einmal für den Planeten Erde gesichert.

 

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Comments (3)

  1. Jochen Röschmann

    Reply

    Lieber Herr Hofmann-Reinecke, stimme Ihrem Beitrag zu – bis auf ein Detail:
    Nur ungefähr die HÄLFTE des seit der Industrialisierung emittierten CO2 befindet sich in der Atmosphäre. Der übrige Teil wurde zum einen Teil von den Weltmeeren aufgenommen, zum anderen in Biomasse (überwiegend Pflanzen) umgewandelt. Dieser Sachverhalt zählt wohl zu den unumstößlichen Erkenntnissen, und wurde von Prof. Ganteför in seiner bemerkenswerten Vortragsreihe „Plan B für das Klima“ umfassend, anschaulich und plausibel dargelegt.
    Beste Grüße
    Jochen Röschmann

  2. Gustl Grillenberger

    Reply

    Wäre dann ein solcher Grundgesetzartikel genauso gummiartig dehnbar, “zahnlos” wie z.B. der Amtseid von Politikern (Schaden vom deutschen Volk abzuwenden) ? Dieser Punkt ist in der Praxis eine hohle Worthülse – weich, völlig folgenlos für Eidbrecher- und in keinster Weise einklagbar. Naturschutz ist ein edles Ziel, welches ein Großteil der Bevölkerung befürwortet, rational denkende Menschen wollen sogar Naturschutz mit Hirn – nicht als realitäts-entrücktes grünes Luftschloß. Wenn Sie z.B. “Naturschutz” konsequent einfordern würden,
    dann würde sich z.B. eine Windkraftanlage sofort selbst ad absurdum führen und automatisch verbieten müssen:
    denn es ist faktisch kein Naturschutz, Zufahrtsschneisen und Infrastruktur für Autokrane in den Wald zu schlagen,
    um dann 7000 Tonnen Material (Stahlbeton, Stahl, Faserverbundwerkstoffe etc.p.p…) pro Anlage zu installieren.
    Anlagen, die (optimistisch betrachtet) etwa 20% Auslastungsfaktor vom Nennwert versprechen, welche dann als zeitliche Zufallsenergie -komplett entkoppelt von jeglicher Nachfrage- wirksam wird. Da steuer-subventioniert entfällt zudem jegliches unternehmerisches Effizienz-/und Nutzen-Risiko für den Betreiber.
    Nach 20 Jahren Lebensdauer folgt entweder ein “Repowering” oder aber eine Verschrottung.
    Zurück bleibt aus einer vormals zusammenhängenden Waldfläche eine perforierte austrocknungsgefährdete grüne Insellandschaft, dessen natürliches Wald-Kommunikationsnetz – das Pilzmyzel- über weite Strecken dann bereits irreversibel durchtrennt wurde, Wasserkreisläufe massiv gestört wurden etc.p.p..
    Wenn Klimaanpassung und Naturschutz im Grundgesetz stehen würden – dann wäre zumindest eine neue Selbstblockade mit eingebauter Handlungs-Lähmung für rational wichtige Entscheidungen geschaffen.
    Dann kann man sich als Land mit technikfernen “politischen Schwatzmächten” im Kreise drehen, während die restliche Welt in der Entwicklung voranschreitet….. ?
    (Für eine 360°- Beratung könnten wir künftig Frau Professor Baerbock -trotz der ca. 100.000 km Entfernung – von der Columbia University beauftragen).

  3. Reply

    Für die, die hören w o l l e n, ist das nichts Neues. Leider werden diejenigen, die es dringend hören sollten, diesen Text nicht lesen….
    Damit wären wir beim letzten Abschnitt 👍(Einstein läßt grüßen!)

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