published 31.10.2026

DEUTSCHE POLITIK IN ZWEI WORTEN:
“GRÜN UND DUMM”
Eine Rezension von Manfred Haferburg
Der Bestseller mit dem Titel Grün und Dumm erschien vor einem Jahrzehnt. Dort erklärte der Autor die Zusammenhänge von Politik, Energie und Klima – endlich verständlich. Jetzt rechnet er mit der Ignoranz der vergangenen zehn Jahre ab, und die Bilanz ist verheerend.
Nichts für Feiglinge
Über den Irrsinn der Steuerung des Erdklimas mittels einer „Energiewende“ in Deutschland wurden schon viele Bücher geschrieben. Hans Hofmann-Reinecke schrieb im Jahre 2012 ein Aufklärungsbuch zum Klimawandel. Es trug den Titel: GRÜN UND DUMM: Die Natur lässt sich nicht zum Narren halten. Es ist ein provokanter Titel, aber der Autor ist nicht aus furchtsamem Holz geschnitzt. Wer Physik in München und Berkeley studiert hat, darf keine Angst vor dem Bohren dicker Bretter haben. Mit einem „summa cum laude“-Doktortitel in der Tasche wurde er Professor an der Universität in Santiago de Chile. Danach wurde er IAEA-Sicherheitsinspektor bei der Internationalen Atombehörde in Wien. Das sind die Männer, die im umkämpften Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine die Sicherheit überwachen. Das ist nichts für Feiglinge.
Grün und Dumm war sein literarisches Debüt, in dem er sich mit der grünen Schnapsidee auseinandersetzte, die Temperatur der Erde durch das Drehen an einem planetaren Thermostat bestimmen zu wollen. Das Buch war die kritische Betrachtung einer Politik, die sich, gestützt auf eine nicht verstandene Physik, mittels untauglicher Technologie, den „Klimawandel“ untertan machen wollte. Das Buch wurde ein großer Erfolg, weil der Text für jeden verständlich geschrieben und gleichzeitig fachlich richtig war. Ach, hätten doch ein paar grüne Dummköpfe dieses Buch gelesen – Deutschland hätte heute einige Probleme weniger.
Es braucht schon ein bisschen Mut, mit einem solchen Buch an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Klimajünger sind nicht dafür bekannt, dass sie Spaß verstehen. Da ist ein Autor schnell „umstritten“, ein „Klimaleugner“ oder gar ein „Energiewendehasser“. Da kann man Freunde verlieren, ja sogar von nahen Verwandten gecancelt werden.
Der kollektive Irrsinn Europas
Seit dem Erscheinen des Buches ist viel geschehen. Der „Kampf der deutschen Vorreiter gegen den Klimawandel“ – welch eine absurde Idee – ist zu einer Art Staatsreligion erhoben worden. Klimarettung steht nun für jeden Politiker verpflichtend im Grundgesetz und droht das Wohlergehen der deutschen Gesellschaft zu erdrosseln. Der kollektive Irrsinn in Europa und besonders in Deutschland schreitet so zügig voran, dass der Autor sich zu einer neuen Beurteilung der Lage genötigt sah.
Das jetzt erschienene Buch, “Zehn Jahre Grün und Dumm”, hat wieder das typische Hans Hofmann-Reinecke-Alleinstellungsmerkmal – neben seinem provokanten Titel ist es frei von Fachchinesisch. Es wurde in einer Sprache geschrieben, die jeder Laie versteht. HHR ist zwar Wissenschaftler, aber einer, der es versteht, die Zusammenhänge von Physik, Klimaphänomenen und sogar Mathematik auf heitere Weise verständlich zu machen und so zu erklären, dass sich der Leser hinterher fragt: „Wieso habe ich das bisher nicht verstanden, wo es doch so einfach ist?“ Beim Lesen des Buches, abends im Bett, stupste mich meine Frau des Öfteren an: „Was kicherst du denn da immer?“
Ein nettes Beispiel aus dem Buch ist der spaßige Vergleich des Gewichtes eines Bugattis Veyron, der mit seinem 1000 PS starken Motor ungefähr halb so viel leistet, wie ein großes Windrad mit sechs MW im Jahresdurchschnitt. Zwei Bugattis erzeugen dieselbe Arbeit wie ein sechs-MW-Windrad. Die beiden Autos bringen zusammen etwa vier Tonnen auf die Waage. Das Windrad hat aber ein Gewicht von 7000 Tonnen. Vier Tonnen gegen 7000 Tonnen und dieselbe elektrische Arbeit? Da wird die absurd niedrige Energiedichte von Wind und Sonne zur Versorgung einer Industrienation sehr anschaulich. Eine Folge-Technologie, wie z. B. die Stahlerzeugung mittels Wasserstoffs, angetrieben von Windrädern, kann weder funktionieren noch wirtschaftlich sein.
Der Autor vermeidet in seinem Buch jede Besserwisserei. Er stellt die grünen Thesen lediglich auf einen kleinen wissenschaftlichen Prüfstand, erklärt die dahinterliegende Physik und Mathematik und überlässt es dem nunmehr aufgeklärten Leser, seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Das ist viel effektiver, als dem staunenden Publikum fertige Wissenshappen zum Runterschlucken zu servieren, die dann mangels eines Verständnisfundaments genauso schnell wieder vergessen sind, wie sie geschluckt wurden. Wer HHR liest, wird selbst zum Erklärer. Und wer ein gutes Gedächtnis hat, kann sich auch ein paar der lustigen Beispiele aus dem Buch merken, um bei der nächsten Diskussion auch als guter Unterhalter zu glänzen. Der Autor ist bestimmt nicht böse, wenn einer seiner Leser sich ein Bonmot aus seinem Buch aneignet. Was kann einem guten Spaß Besseres passieren, als dass er die Runde macht, ohne dass der Erfinder anwesend sein muss?
Billionen für die Zerstörung
Ich machte die Erfahrung, dass mir beim Lesen des Buches immer klarer wurde, auf welch gigantischem Schwindel die deutsche Energiepolitik beruht. Es geht nicht um den Klimawandel, es geht um Macht und sehr viel Geld. Wenn es den Politikern mit der Kohlendioxideinsparung ernst gewesen wäre, hätten sie nicht als Erstes die Kernkraftwerke zerstört, die ja bekanntlich kein CO₂ ausstoßen. Die Energiewende des Lügners Trittin stellt sich als ein Projekt heraus, das nach einer Studie der KfW-Bank bis 2045 sechs Billionen Euro kosten wird.
Trittin hatte gesagt, dass die Energiewende eine Familie nur eine Kugel Eis – also einen Euro – im Monat kosten würde. Das wären dann für die nächsten 20 Jahre insgesamt 240 Euro. Nun stellt sich heraus, dass jeder Deutsche – vom Säugling bis zum Greis – bis dahin 70.000 Euro in den Klimareligionsklingelbeutel einzahlen muss. Für eine vierköpfige Familie bedeutet das Energiewendekosten in Höhe von 280.000 Euro. Trittin hat sich um den Faktor 1000 verrechnet? Glaube ich nicht. Trittin hat gelogen, dass sich die Balken biegen, und die Bürger haben das nicht gemerkt.
Möge das soeben erschienene Buch „ZEHN JAHRE GRÜN UND DUMM – DIE KOSTEN DER IGNORANZ“ weite Verbreitung finden. Vielleicht finden die Deutschen dann wenigstens zu einer vernünftigen Diskussion über den Klimawandel und die Energiepolitik zurück. Zu einer Diskussion, in der Scharlatane wie Trittin ausgelacht werden.
Manfred Haferburg ist ein deutscher Kerntechniker. Er war Oberschichtleiter im Kernkraftwerk Greifswald während der Schneekatastrophe 1978/1979 und trug als solcher maßgeblich dazu bei, die Stromversorgung der damaligen DDR aufrechtzuerhalten. Später geriet er in Konflikt mit DDR-Staatsorganen und wurde Opfer von Zersetzungsmaßnahmen durch das Ministerium für Staatssicherheit. Mittlerweile ist er als Berater mit Sitz in Paris und als Autor für verschiedene Medien tätig. Er ist bekannt durch seinen Bestseller „Wohnhaft“.
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