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published 19.10.2026

Über anderthalb Dekaden haben unsere Regierenden das Land ohne äußere Bedrohung kontinuierlich heruntergewirtschaftet. Die Bevölkerung hat lange gebraucht, um diesen Verfall zu erkennen. Doch nun schlägt die Erkenntnis durch und wird an den Urnen sichtbar. Jetzt stehen die Regierenden vor der einzigen Aufgabe, die sie je ernst genommen haben: Wie können wir an der Macht bleiben, ohne vom Volk gewählt zu werden?


Vorsatz oder Inkompetenz?

Im Ranking der Länder Europas hinsichtlich Lebensqualität ist Deutschland zwischen 2012 und 2025 von Platz 2 auf Platz 14 abgerutscht. Dieser dramatische Verfall vollzog sich teils in markanten Etappen, teils in schleichender Erosion. Verantwortlich dafür sind nicht externe Ereignisse, sondern unsere Regierenden, die geschworen hatten, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden.

Diesem Auftrag sind sie in keiner Weise nachgekommen – sei es aus Vorsatz, sei es aus Inkompetenz. Aber auch die Bevölkerung selbst trägt Verantwortung. Viele der eklatanten Fehlentscheidungen waren mit gesundem Menschenverstand klar zu erkennen und hätten nicht widerstandslos hingenommen werden dürfen. Aber es fehlte an Vertrauen in die eigene Urteilskraft.

Spät, aber hoffentlich nicht zu spät werden die dramatischen Fehlleistungen jetzt in den Wahlprognosen bzw. den Landtagswahlen bestraft. Und das stellt die Regierenden vor die existenzielle und einzigen Frage, die sie wirklich beschäftigt: Wie können wir an der Macht bleiben, ohne gewählt zu werden.

 

Trittin & Co.

Ignorieren wir die Rechtfertigungen von Merkel, Trittin und Co., die nichts mit deren wahren Absichten hinter der Zerstörung der Kernkraftwerke zu tun hatten.

Jeder musste sich doch die Frage stellen, woher denn nun der Strom kommen soll, den diese Anlagen bisher geliefert hatten – immerhin ein Viertel unseres Verbrauchs. Wenn jemand von unserem Auto ein Viertel der Reifen abschraubt, dann würden wir das doch auch nicht hinnehmen.

Aber da waren dann die bunten Plakate mit einem bösen AKW und tödlichem Rauch darüber. Daneben eine Windmühle samt Sonnenblume und blauem Himmel. Da fiel die Entscheidung natürlich leicht. Aber wie viele Windmühlen und Sonnenblumen würden ein AKW ersetzen? Sind es fünf oder zehn? Es sind Tausende, aber die passten nicht auf das Plakat. Und das war auch ganz im Sinne der milliardenschweren Wind- und Sonnenbarone und deren Entourage.

Dann ereignete sich im rechten Moment der nukleare Unfall von Fukushima. Obwohl ein Tsunami in unseren Breiten noch nie beobachtet wurde und obwohl in den sechzig Jahren Kernkraft in Deutschland kein einziger Mensch zu Schaden gekommen war, glaubten 70 % der Bevölkerung damals, dass ein ähnliches Unglück mit zigtausend Opfern auch in Deutschland durchaus möglich wäre. Tatsächlich aber war es nicht der nukleare Unfall, der 18.000 Menschenleben forderte, es waren die fürchterlichen Flutwellen. Das hielt das öffentliche Fernsehen nicht davon ab, auch gegen besseres Wissen, über Jahre hinweg von den Atomopfern in Fukushima zu berichten.

Wir müssen also Zwangsgebühren blechen, um uns im Sinne der Regierung belügen und durch Furcht gefügig machen zu lassen. Ist das „unsere Demokratie“? Für die Philosophin Hannah Arendt wäre das eher ein totalitäres System im Status nascendi.

 

Der schiefe Turm von PISA

Es gibt neben der eingangs erwähnten Statistik noch eine weitere, die mit ersterer durchaus korreliert. Es ist die PISA-Studie, welche die kognitiven Fähigkeiten einer Bevölkerung bewertet. In Sachen Sprachen, Mathe und Naturwissenschaften hat Deutschland seit 2012 dramatische Einbußen erlitten. Im Land von Goethe, Herder und Einstein fällt es der Bevölkerung immer schwerer, den Inhalt gelesener Texte zu verstehen oder die Hälfte von einem Drittel zu berechnen.

Mit dem logischen Denken schwindet auch die Neugierde nach dem Verständnis von Zusammenhängen. Da fragt sich niemand, woher der Strom bei Nacht und Windstille kommt; Hauptsache, das Smartphone ist geladen und im Fernsehen läuft das Dschungelcamp.

Bei solch einer Mehrheit fällt es Regierungen leicht, Entscheidungen zu treffen, die von einer Bevölkerung abgelehnt würden, die Zutrauen in die eigene Urteilskraft hätte. Damit das auch so bleibt, werden Anforderungen an Grundschulen, Gymnasien und Universitäten systematisch gesenkt. Genderkunde verdrängt Physik und Doktorarbeiten werden im Cut-and- Paste-Verfahren erstellt; das erspart eine Menge an Arbeit.

Die erste Billion

Der Atomausstieg mit der Sprengung von Kühltürmen in Volksfest-Atmosphäre ist das spektakulärste Beispiel aus der Liste der Entscheidungen gegen das Wohl des Volkes. Da sind aber auch noch die „Klimaneutralität“, der „Rückbau“ fossiler Kraftwerke, die offenen Grenzen, das „Verbrennerverbot“, der wahnwitzige Ausbau der Windkraft und schließlich die Besteuerung von allem und jedem.

Ganz stolz wird dann mitgeteilt, dass die gesamten Steuereinnahmen dieses Jahr wohl an eine Billion grenzen, während die Pendler nicht wissen, wie sie den Spritpreis von € 2,40 pro Liter überleben sollen. Eine Billion wären ca. € 25.000 pro Haushalt. Das ist doch eine ganze Menge. Was macht der Staat damit?

Rund 400 Milliarden, also 40 % der oben genannten Billion, gehen an Beamte, Staatsangestellte, NGOs und Omas gegen Rechts. Dann wird die Residenz unseres Präsidenten für knapp eine Mrd. renoviert und das Bundeskanzleramt wird für zwei Mrd. erweitert. Letztere Baumaßnahme war notwendig, um die zusätzlichen 140 Mitarbeiter des Kanzlers standesgemäß unterzubringen. Von denen bekommt jetzt jeder ein Büro, das den Steuerzahler € 1,4 Mio. gekostet hat.

Die Flüge von Regierenden zur Fußball-WM in Amerika kosteten uns dieses Jahr allerdings nur eine halbe Million; das lag daran, dass „Die Mannschaft“ freundlicherweise schon im 16. Finale ausschied. Zu Zeiten von Beckenbauer und Co. wäre das teurer gekommen.

Da gibt es nun undankbare Bürger, die beklagen sich darüber, dass die Infrastruktur zerfällt, dass die „Stadtbilder“ veröden und kaum ein Zug pünktlich ist, weil Gleise und Brücken aus der Kaiserzeit nicht mehr funktionieren. Man hat ihnen eben die Politik noch nicht richtig erklärt.

Das Spiel mit dem Feuer

Es gibt aber noch eine andere Fehlleistung der Politik, deren Konsequenzen weit über finanziellen Schaden hinausgehen könnten: Die massive Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland. Für dieses Jahr sind 11 Milliarden vorgesehen, die zusammen mit technischer Unterstützung der Ukraine den Einsatz von Flugkörpern ermöglichen, die Ziele tief im Inneren Russlands zerstören. Ist Deutschland damit aktiv am Krieg beteiligt?

Und noch etwas: Deutschland stationiert in Litauen 4.800 Soldaten, die 2027 einsatzbereit sein sollen. Das ist eine weitere Provokation des russischen Bären. Hätten wir dann, wenn der seine Pranke zum Gegenschlag hebt, die richtigen Diplomaten, um das Schlimmste zu verhindern? Die vielleicht etwas professioneller verhandeln als Annalena? Man hat eher den Eindruck, dass die Regierung die Eskalation sucht, wie es der Fall mit den lächerlichen Drohnen am Flughafen Leipzig zeigte. Dieser „Angriff“ wurde Russland in die Schuhe geschoben – Deutschlands Beteiligung am Krieg in der Ukraine ist also nichts anderes als „Verteidigung“.

Und noch etwas: Verteidigungsminister Pistorius will, dass Deutschland 2029 „kriegstüchtig“ ist, und Generalinspekteur Carsten Breuer fordert, Deutschland solle bis 2039 die stärkste konventionelle Armee Europas haben. Er hat zwar nicht vom 1. September 2039 gesprochen, aber vielleicht sollten seine Worte Russland dennoch zu denken geben.

Demokratisch die Demokratie abschaffen?

Spät, aber hoffentlich nicht zu spät werden diese dramatischen Fehlleistungen derzeit in den Wahlprognosen bzw. den Landtagswahlen sanktioniert. Und das stellt die Regierenden vor die existenzielle und einzigen Frage, die sie wirklich beschäftigt: Wie können wir an der Macht bleiben, ohne gewählt zu werden. Hoffentlich erinnert sich der Bürger dann an das „Widerstandsrecht“ gemäß Artikel 20 Absatz 4 GG, welches da lautet: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Und „…diese Ordnung“ besagt, dass alle Macht vom Volke ausgeht.

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